Hola,
zum Glück kann man die Costa del Sol noch nicht mit der Costa de la Luz vergleichen, wenn aber der Bauboom der Spekulanten so weiter geht, dann kann man es jedoch bald.
Dass durch so ein Großprojekt Arbeitsplätze geschaffen werden, ist zwar ein Versprechen, es entspricht aber nicht den Tatsachen, denn auswärtige Baufirmen würden herangezogen werden, gut ausgebildetes Hotelpersonal gibt es nicht, also wird man auch Leute aus anderen Teilen Spaniens, oder Ausländer,die hier leben einstellen. Übrig bleiben würden vielleicht ein paar Putzstellen für die Saison - von März bis Oktober.
Die Nachfrage im Winter ist nicht hoch (es gibt Statistiken), denn sonst würden manche Hotels, wie z.B. das Hotel Fuerte nicht schließen. Auch dieses neue Hotel würde im Winter geschlossen sein. Für alle, die im Winter kommen wollen, gibt es kleine Hotels in Conil (z.B. Casa Alborada)nette Apartmentanlagen (z.B. Paraiso Perdido) und private Wohnungen, die vermietet werden. Wenn so etwas geplant wird, dann sollten ausserdem auch die Wünsche derer, die hier wohnen berücksichtigt werden und auch der Besucher, die noch ein Fleckchen unbebautem Strandabschnitt genießen wollen. Die Stadt Conil hat es durchgesetzt, dass der Strandabschnitt bis zur Grenze von El Palmar/Vejer nicht bebaut wird um so die Natur und die Schönheit dieser Landschaft zu erhalten, weswegen auch viele Touristen kommen, eben weil es nicht mehr viele solcher Stellen gibt, jetzt kommt die Stadt Vejer und will das größte Hotelprojekt der Region auf über 200.000 m² realisieren. Die naturbelassene Landschaft ist der Reichtum, den man hat und nicht ein weiteres 5-Sterne-Luxushotel, das diese Küste für immer verschandeln würde. Tourismus ja, aber nachhaltig - dieses Projekt hat mit Nachhaltigkeit nichts zu tun, im Gegenteil, alleine der geplante Golfplatz, bei der Wasserknappheit in Andalusien?!! Zudem ist El Palmar bislang noch eine wilde Ansammlung von Häusern ohne öffentliches Zu- und Abwasser, und dann mitten drin ein Luxushotel?
Viele Grüße