Hola liebe Leser, da bin ich wieder mal. Vielen Dank `admin`für Deine freundliche Nachfrage. Ja, mein ´Freudenhaus`besteht immer noch. Ich war letztes Jahr jedoch ein bischen verhindert und daher gibt es nun meinen ganz persönlichen Jahres- Rückblick auf 2011. Wie meine Überschrift schon erahnen lässt, es war ein Krankheitsjahr ... Es begann schon Ende Januar mit einer Kieferknochen und Zahnfleisch Entzündung, gefolgt von einer deftigen Erkältung im Februar. Schon zu diesem Zeitpunkt habe ich meine Magenschmerzen versucht zu ignorieren und war kaum zur Nahrungsaufnahme fähig. Mitte März ging ich dann endlich doch zum Arzt, der mir eine Gastritis mehr oder weniger diagnostizierte. Mir schien es wirklich mehr als Vermutung und der Versuch vielleicht ins Schwarze getroffen zu haben, als diese Aussage als eine wirklich befriedigende Diagnose anzusehen. Bueno, ich schluckte artig meine Pülverchen und Pastillen mit dem Ergebnis das die Schmerzen immer häftiger wurden. Ich also gleich wieder zum Arzt mit der Bitte um eine Ultraschall Untersuchung. Der hiessige Spezialist im Centro de Salud San Sebastian beruhigte mich mit den Worten das überhauptnichts zu sehen sei und das es sich !!! wahrscheinlich !!!! doch nur um eine Magenverstimmung oder Gastritis handle. Selbst mein Klagen über grosse Schmerzen beunruhigten den "Spezialisten" nicht weiter und er sah auch übehauptkeine Veranlassung irgendwelche Untersuchungen zu starten, um der Sache auf den Grund zu gehen. Ende März begann dann das Martyrium. Die schweren Koliken um meine Magengegend liessen mich immer wieder in die Klinik nach Puerto Real reisen, wo man mich nach drei bis vier Tropfbeuteln als schmerzfreien Patienten wieder entliess. Meine Blutwerte und sonstige Analysen wiesen keinen negativen Befund auf und meiner Bitte nach einer Magen-Darm--Spiegelung wurde nicht registiert. Ich wurde, trotz sehr grosser Schmerzen und oftmals mehrmaligem Erscheinen am Tag in der Notaufnahme, nicht in die Klinik eingewiesen. Es hiess, solange ich kein Blut spuke, gäbe es dafür keine Veranlassung. Am Karfeitag kam dann zum wiederholten Male der Krankenwagen, um mich abzuholen. Diesmal entschied ich mich für eine Privatklinik in Cádiz mit der Hoffnung, dass dort ein Spezialist zu Gegen sei. Aber weit gefehlt .... Der Diensthabende Arzt erklärte sich nur als Familien Arzt, er könnte mir nicht helfen, da er alleine sei und er schickte mich wieder fort mit den Worten: Wir haben Semana Santa, Sie werden in ganz Spanien keinen Arzt finden, der Sie über die Feiertage behandelt !!!!!! am besten, SIe gehen wieder nach Puerto Real, die kennen ja Ihre Krankenakte. Das war zuviel für mich und ich erwog auch keine andere Klinik mehr aufzusuchen, ich war desillusioniert und obendrein wirklich Handlungsunfähig. Mein Körpergewicht hatte sich innerhalb von 4 Wochen um 12 Kg reduziert und die Schmerzen waren kaum mehr auszuhalten. Ich bin über Ostern nach Hause, dort blieb ich solange, bis es dann nicht mehr ging. Ich konnte mittlerweile auch keine Flüssigkeit mehr zu mir nehmen trocknete allmählich aus. Was dann alles noch geschah sprengt hier den Rahmen. Ich bin nur unter grossen Mühen am Ende in das Hospital SAN RAPHAEL in Cádiz eingeliefert worden, wo dann alles recht schnell ging; Magen-Darm-Spiegelung, T.A.C. (Kernspin) Ultraschall ect. , Diagnose: Darmkrebs im Fortgeschrittenen Stadium , Not OP da der Tumor schon so gross war, dass er den Dickdarmbereich völlig zuwucherte und die Metastasen sich drumherum auch schon ein Stelldichein gaben. Lange Rede ........ Diese Klinik ist absolut empfehlenswert. Ich habe dort jetzt auch die Chemotherapie vorerst abgeschlossen. Soweit man davon reden kann, in einem sehr humanem Ambiente. Puerto Real, das Ambulatorio in Conil und das Centro Salud San Sebastian werden mich nicht mehr sehen. Deren Handel war unverantwortlich und zum Schluss, als ich noch einmal den Krankenwagen benötigt hätte, wurde mir dieser versagt, da sie nur einen hätten und der wird jetzt anderweitig gebraucht, .... da spreche ich von unterlassener Hilfeleistung !!!! Ich bin kein Einzelfall, es kann genauso jeden andern treffen ob Spanier oder Deutschen, man muss hier direkt sehr resolut sein Leid zum Ausdruck bringen, sonst tunt sich da garnichts. Viele Geschichten habe ich zu diesem Thema nun gehört, zwei Menschen sind zwischenzeitlich jung verstorben (47 und 48 Jahre) einfach nur, weil nach 08/15 abgearbeitet wurde. Ich habe aber auch sehr schöne Erfahrungen sammeln können. In der Klinik SAN RAPHAEL wurde ich wirklich sehr liebevoll und sehr profesionell behandelt. Ich fühle mich heute geheilt, auch wenn der Krebs vielleicht wieder ausbrechen kann, aber die grosse Anteilnahme und das Mitgefühl, die Menschlichkeit und die grosse Unterstützung von allen, die mich begleitet haben ..... Ich bin sprachlos darüber, zutiefst dankbar und glücklich. Ich wurde eingebettet in viel Liebe und Verständis. Man hat mir alle Sorgen genommen und mich in Ruhe genesen lassen. Ich danke Euch allen dafür. In diesem Sinne; bleibt Gesund. Und sollte jemand aus Eurem Umfeld erkranken, dann nehmt Euch ein bischen Zeit diesen Menschen zu begleiten. Es hilft ungemein zu wissen, man ist nicht alleine. !Salud!!


